Lissabon mit Kids?!

Also erstmal müssen wir sagen dass wir alle die vollen Landeier sind und die Natur, am besten einsam, der Stadt vorziehen. Dennoch gibt es Städte die wir sehr gerne besucht haben, z. Bsp. Hamburg oder Amsterdam. Auch Sevilla war sehr schön. Lissabon ist auf unserer Tour jetzt die erste richtige Großstadt. Falls ihr zufällig auf diese Seite stoßt, dann sei Euch gesagt, dass dies ein persönlicher Blog ist und dieser Beitrag nur meine persönliche Meinung unserer  zwei Tage in Lissabon mit unseren zwei Kids (13,12) ist.

 

Nach einer erfolglosen Parkplatzsuche am Dienstag früh sind wir dann direkt auf den Campingplatz Lisboa, leider am anderen Ende der Stadt vom Ozeanarium, das wir bei dem Regenwetter besuchen wollten. Eigentlich wollten wir pünktlich um 10 Uhr zur Öffnung dort sein, weil ich schon mit vielen anderen Besuchern dort gerechnet habe. Wir sind dann mit dem Taxi hingefahren (12 €) was über die mytaxi App total super und einfach geklappt hat. Es gibt auch Tagestickets für Bus, Tram und Metro, aber die Fahrkarten gibt es nur an bestimmten Verkaufsstellen und Automaten. Für den nächsten Tag haben wir die dann geholt. Das hat auch super problemlos funktioniert und gilt 24 Stunden ab der ersten Benutzung. (Kosten 6,30 € pro Person)

Am Riesenaquarium angekommen erst mal der Schock. Eine ewig lange Schlange wartet im Regen. Es waren bestimmt 10 Schulklassen dort und auch sonst Leute ohne Ende. So wie überall in Lissabon. Schlange stehen ist hier die Normalität. Man kann auch online Tickets kaufen, braucht aber dann einen Ausdruck davon und diese Möglichkeit haben wir leider nicht. Aber jetzt sind wir ja schon hier und nach einer Stunde warten, dürfen wir dann rein. Das zweitgrößte Aquarium der Welt war ganz nett aufgemacht und wir lieben es eigentlich alle den Fischen zuzuschauen, aber  hier konnte man vor lauter Köpfen die Scheibe gar nicht sehen. Dazu war es viel zu stickig und man ist dann nur noch relativ schnell durch.

Im Pavilhão do Conhecimento  hatten wir dann mehr Glück. Ein Wissensencenter auch auf dem ehemaligen Expo Gelände. Hier war weniger los, auch wenn einige Schulklassen dort waren hat es sich besser verteilt. Angry Birds sind hier überall dabei und es war ganz nett gemacht. Die Rattenfallen in den Ecken haben allerdings ein bisschen abgeschreckt.

 

Was haben wir denn sonst noch gemacht? Wir sind Tuk-Tuk gefahren, ich glaube es war eins der einzigsten richtigen originalen aus Thailand. Alle anderen die hier rumfahren sind Elektro. Mit Bussen sind wir durch die Stadt gefahren und haben uns im Lisboa Story Center die Geschichte von Lissabon angesehen und sogar auf Deutsch angehört. Wir haben in Belem die Pasteis de Nata gegessen und haben die Aussicht von einem der Hügel auf den Tejo genossen. Wir waren in der LX Factory, ein altes Fabrikgelände mit viel Street Art und Bars und Shops.

In keiner Stadt bisher habe ich so viele penetrante Kellner gesehen als hier. Nirgends habe ich so viele Menschen in Warteschlangen gesehen und gefühlt jeder Scheiß kostet extra. Wenigstens waren die Drogenhändler nicht so aufdringlich wie die Kellner. Gegessen haben wir übrigens dann dort wo keiner draußen stand zum Gäste reinlocken und wo es am besten gerochen hat.

 

Ich weiß nicht ob meine Erwartungen zu hoch waren oder ob wir einfach zwei blöde Tage erwischt haben. Obwohl diese Stadt wunderschön ist mit den alten Gebäuden, dem Charme und Reichtum der vergangenen Tage, uns hat sie nicht berührt. Es ist von allem ein bisschen zuviel. Vor allem zu viele Menschen.

Wir haben in den zwei Tagen Lissabon inklusive Campingplatz (72 €) insgesamt etwa 300 € ausgegeben.

 

Ausblick auf den Tejo

 

Im Stadtteil Belem

Pasteis de Nata (sehr lecker) Blätterteig mit Vanillepudding

Pause am Tejo

 

Story Center Lisboa

 

Schöne Vespa

 

Einer der Aufzüge

 

Ozeanario

 

Camping Lisboa (schön grün)

 

Street Art

Im Wissens Center

 

Tuk-Tuk Fahrt mit dem besten Fahrer

 

Impressionen

 

4 Comments

    • freiundweg

      13. April 2018 at 09:40

      Hallo Peter,
      Das Restaurant sieht wirklich toll aus und wäre genau das richtige gewesen. Schade dass wir schon weiter sind. Aber trotzdem vielen Dank für deinen Tipp und weiterhin viel Spaß beim mitreisen (und gerne auch nicht so still sein ).
      Liebe Grüße
      Nathalie

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  • Ursula

    17. April 2018 at 12:55

    Oh, das Streetart Bild mit dem riesen Insekt ist ja toll!

    Ich persönlich mag auch keine Touristen Hot Spots, wir haben die letzten Jahren bei Städtereisen einfach ein Hotel gebucht und sind dann zu Fuß losgezogen und haben uns einfach treiben lassen, sind in kleine Nebenstrassen eingebogen oder haben im Vorfeld Einheimische befragt, was sie empfehlen können. Ich hasse diese Touristenattraktionen…
    Von daher kann ich gut verstehen, dass ihr sehr genervt wart!

    LG
    Ursula

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    • freiundweg

      17. April 2018 at 13:31

      Hallo Ursula,
      das ist auch eine gute Idee. Die nächste Stadt wird kommen. Denn einfach dran vorbei fahren mag ich meistens auch nicht.
      LG aus dem endlich sonnigen Portugal.
      Nathalie

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