Im Schneckentempo durch Portugal

Die letzten Tage (oder sind es schon Wochen) erreichen uns immer wieder Fragen wann es denn mit unserer Reise weitergeht? Reist man nur wenn man durch möglichst viele Länder kommt? Reist man nur wenn man schnell alle bekannten Sehenswürdigkeiten abhakt? Das wollen wir doch gar nicht. Wir wollen doch aus unserem alten Tempo raus. Ja, wir sind immer noch in Portugal. Warum? Weil uns das Land gefällt. Wenn wir wollten könnten wir in einer Stunde in Spanien sein und unsere Reise „fortsetzen“. Wollen wir aber nicht. Hier ist es momentan so bunt und grün und wunderschön. Es gibt unendlich viele Blumen und kleine Blüten die wirklich überall wachsen. Das was man bei uns immer im kleinen Rahmen mit Wiesenblumensamen probiert ist hier einfach da. Überall. Ganze Wiesen die blühen, sogar Bäche und Flüsse sind mit weißen Blüten bedeckt. Dieses kleine Land hat so unglaublich viel Natur,  die von Gebiet zu Gebiet total unterschiedlich aussieht. Wir gondeln seit wir aus Lissabon weg sind wieder durch das Landesinnere. Viele Stauseen, in denen wir endlich auch baden und paddeln können, und unendlich viele Steine und Felsen. Wir sind schon einige Tage (oder schon länger?) im Castello Branco Distrikt, an der östlichen Grenze zu Spanien. Der ärmste Distrikt von Portugal mit der ältesten Bevölkerung, aber für uns auch mit einer der schönsten und die Einwohner hier sind so freundlich. Die Landschaft hier ist so toll. Überall liegen hausgroße Felsen herum. Die Häuser wurden auf, unter und in die Felsen gebaut. Auf den großen Grundstücken sieht es manchmal so aus als hätten Riesen mit den Steinen gespielt und sie aufgetürmt. Wer weiß, vielleicht war es mal so.

Ihr merkt schon, uns gefällt es hier. Wir werden sicher weiterfahren und noch andere Länder erkunden, aber  in erster Linie wollen wir einfach da sein wo es uns gefällt und wo es uns hintreibt. Und glaubt mir, Portugal ist definitiv eine Reise wert. Besonders dort wo sich sonst nicht so viele Touristen hinverirren.

Die Portugiesen sind ganz anders als die Spanier. In Spanien spürt man überall die Lebensfreude, das fehlt hier ein bisschen und auf den ersten Blick wirken die Portugiesen sehr unfreundlich. Das ist aber nicht so. Sie sind nur zurückhaltender und ehrlicher. Wenn man mit ihnen ins Gespräch kommt sind sie total freundlich und hilfsbereit. Wenn da nur diese Sprache nicht wäre. Mit der kommen wir noch sowas von gar nicht klar und kämpfen noch mit den einfachsten Floskeln. Na ja, wir kommen durch und erstaunlich viele sprechen auch englisch. Und wenn nicht haben wir ja Hände und Füße und den Google Übersetzer.

Wir gondeln jetzt weiter, wo die schönste Straße uns hinführt und genießen unser Leben. Wie gemein, denkt ihr, aber ihr wisst ja: Das Leben ist zu kurz für Irgendwann.

 

Schnee auf der Serra da Estrela (knapp 2000m Höhe). Hier fahren Sie sogar jetzt im Mai noch Ski.

 

Unsere stundenlange Fahrt durch verbrannte Wälder vom großen Brand im Juni 2017 (auch sowas gehört mit dazu) bei dem über 26.000 Hektar Fläche verbrannt ist.

 

Impressionen

 

 

 

 

 

2 Comments

  • Anja

    6. Mai 2018 at 12:37

    Hi Ihr Lieben,

    eine tolle Seite – ich kann alles bejahen 🙂
    Falls Ihr noch im Castello Bezirk seid/ Wir sind zwischen Idanha & Penamacor… könnt Ihr uns gerne besuchen…
    Genug Platz für euer WOMO haben wir auf jeden Fall !

    LG

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    • freiundweg

      6. Mai 2018 at 20:35

      Hallo Anja,
      Vielen Dank für die netten Worte und die Einladung. Wir gondeln noch immer hier in der Gegend rum und ich melde mich per Email bei dir.
      Viele Grüße Nathalie

      Antworten

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