Was ist schön und was nervt?

Wir sind ja jetzt schon über vier Wochen unterwegs. Wir haben uns ganz gut im Womo eingelebt und die meisten Sachen haben jetzt ihren festen Platz gefunden (nach dem gefühlt 1000. umräumen). Zeit Bilanz zu ziehen.

 

Fangen wir mit den positiven Sachen an:

-wir sind viel näher am draußen und dadurch auch bei schlechtem Wetter mehr in der Natur unterwegs.

-wir haben viel mehr Zeit für die kleinen Dinge wie z. Bsp. den Muschelschriftzug vom Titelbild

-mehr Familie. Enger, intensiver und länger. Keiner muss morgens zum Arbeiten oder in die Schule. Wir verbringen den ganzen Tag miteinander

-neue Leute Kennenlernen wenn man Bock drauf hat.

-das Wetter ist definitiv besser als in Deutschland

-das Meer. Ich liebe das Meer. Wenn ich das Meer sehe habe ich immer das Gefühl ich komme nach Hause.

-Freiheit! Wir waren noch nie im Leben so frei wie jetzt. Wir können hinfahren wohin wir wollen und tun und lassen was und wann wir es wollen. An keinem Punkt in unserem Leben hatten wir das bisher so.

-weniger Konsum. Ja das kommt auf die positive Seite. Wir brauchen viel weniger Geld als zu Hause. Es kommt auch fast keiner auf die Idee sich irgendwas unsinniges zu kaufen. Auch bei den Kindern wird das schon besser.

-weniger Stress. Wir merken zwar dass wir noch nicht ganz abgeschaltet haben, aber wir sind alle schon wesentlich entspannter als vorher. Und wenn mal etwas länger dauert oder nicht so funktioniert, dann ist es halt so.

-neue Länder sehen und die Menschen kennenlernen.

-sehen dass es auch anders geht. Es muss nicht alles so sein wie man das halt so macht und immer schön gemacht hat. Man kann auch neue Wege gehen.

-gemeinsames kochen. Fast jeden Abend schnippeln und köcheln wir gemeinsam was leckeres.

-in einer halben Stunde hat man einen kompletten Hausputz durch. Ein Traum.

-seit vier Wochen ohne BH. So befreiend. Außer beim Sport.

-die Kinder fangen langsam an, mehr zu probieren (essenstechnisch)

-für mich ist mit das schönste, jeden Abend und besonders jeden Morgen, das Fenster an unserem Alkovenbett zu öffnen und einfach eine Weile rauszuschauen. Wir sind so nah am draußen und es ist so viel schöner.

 

Dann kommen wir mal zum negativen:

-allerwichtigster Punkt, den ich aber schon vorher wusste, morgens die Alkovenleiter runterzugehen. Das nervt jeden Morgen, Aber da die Kinder Stockbetten wollten nicht anders umsetzbar.

-da sind wir schon beim zweiten Punkt, der mich schon in der Vorbereitungsphase genervt hat. Kompromisse. So ein Leben besteht aus ganz vielen Kompromissen. Das Fahrzeug ist entweder außen zu groß, oder innen zu klein.

-irgendwie ist immer Sand und Dreck im Womo, egal wie sehr man aufpasst.

-Andys Putz-und Aufräumwahn. Seit wir unterwegs sind ist Andy nur noch am kehren, saugen und zusammenräumen. Wir dürfen nicht die kleinste Kleinigkeit herumliegen lassen. Vor allem keine Schuhe.

-wenn die Straßen zu eng werden zicken wir uns manchmal an („hast du das nicht auf der Karte gesehen wie eng das wird?“ – „Nein Hase, da sind keine Balkone, Baustellen, parkende Autos und Breitenangaben eingezeichnet!“)

-Lebensmittel kaufen. Früher gab’s einen Großeinkauf in der Woche. Das geht jetzt schon vom Platz gar nicht mehr. Jetzt kaufen wir zweimal, manchmal dreimal die Woche ein.

 

Erstaunlicherweise macht uns das spülen und abtrocknen gar nichts aus. Nach jeder Mahlzeit wird sofort der Abwasch erledigt, dann sammelt sich nichts an und ist nicht schlimm.

 

Andys Liste ist bedeutend kürzer

Positives siehe oben und negatives nur unsere Unordnung.

Was ihm nichts ausmacht ist Klo leeren und so.

Und wie sieht es vom Platz her aus? Gehen wir uns schon auf die Nerven? Oder vermissen wir etwas?

-der Platz reicht uns gut. Wenn mal einer seine Ruhe haben will, dann schnappt er den Hund und läuft eine Runde.

-vermissen tu ich die Waschmaschine. Aber das wusste ich auch vorher. Andy manchmal ein Sofa.

Ansonsten fehlen natürlich die Freunde und Familie. Ein Weinabend, ein Bier an der Mauer, ein Essen beim Mexikaner, ein Wochenende in Hollenbach…

 

2 Comments

  • hobein

    18. März 2018 at 12:36

    Wou ich lese so gerne eure berichte, von euer auszeit vom sein.
    Bin bischen neidich sind wir schon .
    ich genieß es auch camoer zu sein und auch wir mußen kompromiese ein gehen .tuffie wo ist den das und das nein es lag doch immer dort nein schatz es liegt seid 8 tagen dort solche sachen haben wir auch zu regeln .
    ich wünsche euch vier viele tolle stunden

    Antworten
    • freiundweg

      18. März 2018 at 12:46

      Hallo,
      Schön dass Du uns auf unserer Reise begleitest. Und trotz der Kompromisse beim Campen gibt es für uns auch nichts schöneres.
      Liebe Grüße Nathalie

      Antworten

Schreibe einen Kommentar